Publikationen

Theoretische Lockerungsübungen

Sammelband

Die Welt hat sich verändert, doch simuliert die deutsche Linke immer noch, sie sei aus den alten Gräben heraus zu interpretieren. Dabei ist klar, dass eine Kritik der Gesellschaft auf der Höhe der Zeit es sich nicht mehr leisten kann, die vermeintlich unvereinbaren Ansätze der Kritischen Theorie und des Poststrukturalismus gegeneinander auszuspielen. Beide liefern wichtige und zentrale Einsichten in die spätkapitalistische Vergesellschaftung, jeder hat seine eigenen Schwächen und Stärken.

Sammelband

Nach Auschwitz kann es keine Kritik der Gesellschaft ohne eine Theorie des Faschismus geben. Der Faschismus zwingt eine kritische Gesellschaftstheorie dazu, ihre eigenen Bedingungen zu reflektieren, und er zwingt ihr zugleich ihren zentralen Gegenstand auf: die Möglichkeit des Umschlags der Zivilisation in die Barbarei. Vor diesem HIntergrund wird in diesem Band eine doppelte Frage diskutiert: Welche Konsequenzen haben kritische Gesellschaftstheorien aus dem Faschismus für das Schicksal der bürgerlichen Gesellschaft und für die heutige postfaschistische Epoche gezogen?

Sammelband

Unter den Bedingungen eines hochentwickelten Kapitalismus in den Metropolen, zunehmender Zivilisationsverluste in den Peripherien und weltweiter Migrationsbewegungen zwischen Peripherien und Metropolen ist »Der Fremde« bis zum Rand gefüllt mit Inhalten und Diskursen. Die Kritische Theorie hat nach den Formen der Subjektkonstitution im Spätkapitalismus gefragt um herauszufinden, was Menschen zu antisemitischen und rassistischen Prijektionen führt. Die Psychoanalyse hat die Mechanismen untersucht, mit denen sich Menschen ihre Umwelt zurechtlegen.

Sammelband

Heute scheint es undenkbar, dass je wieder eine Revolution Geschichhte machen könnte. Der Gedanke, dass es qualitative Umbrüche von Gesellschaftsordnungen geben könnte, die auf eine Befreiung des Menschen gerichtet wären, scheint obsolet zu sein. Es gibt nur noch Geschichte und einen Boom der Erinnerung an sie, und man hat nichts zu erwarten als die technizistische Vervollkommnung der Gegenwart, der sich allein hässliche Rückgriffe auf nationalpartikulare, ethnische oder religiöse, rigide und geschlossene Gemeinschaftsformen entgegenzustellen scheinen.

Sammelband

Es macht den grundsätzlich widersprüchlichen Charakter von Kunst aus, zwar aus der gesellschaftlichen Totalität entstanden zu sein, jedoch in der ästhetischen Erfahrung einen Raum zu eröffnen, der über diese hinausweist. An diese Tatsache knüpft sich bis heute die Hoffnung, dass ästhetische Erfahrung, indem sie die Alltagserfahrung der Individuen revolutioniert, auch zu einer Position führt, von der aus eine Kritik der Gesellschaft formulierbar wird.

Aus dem Inhalt

jour fixe initiative berlin Einleitung Kunstwerk und Kritik

Sammelband

Das Exil ist ein Ort, der sich auf keiner Landkarte findet. Flüchtlinge durchkreuzen politische Grenzen und symbolische Ordnungen. Ihre Wege verbinden Orte unterschiedlichster sozialer, ökonomischer und kultureller Verhältnisse, deren Hierarchien sie auf der Flucht von einem zum anderen Land besonders drastisch erfahren. Als Fluchtpunkt dieser Erfahrungen wird das Exil zu einem möglichen Ort der Erkenntnis jener Hierarchien, zugleich bleiben die politische Marginalisierung und Rechtlosigkeit mit ihren zerstörerischen Konsequenzen für Leben und Psyche der Flüchtlinge bestehen.

Eine Welt zu verändern. Bewegungen und Strategien

Monographie

Der Philosoph und Aktivist Daniel Bensaïd bekräftigt die Notwendigkeit, die Perspektive einer revolutionären Möglichkeit auch angesichts der historischen Niederlagen nicht aufzugeben. Dabei wendet er sich sowohl gegen eine »Mystik ohne Transzendenz« von Negri und Hardt, als auch gegen den »imaginären Zapatismus« von John Holloway:

Sammelband

Die Umwälzung und Abschaffung von Herrschaftsverhältnissen ist das zentrale Anliegen einer Politik der Emanzipation. Während das konservative Denken die Spaltung der Gesellschaft in Arme und Reiche als naturgegeben bestimmt und der Liberalismus diese Spaltung aktiv betreibt, haben sozialrevolutionäre und sozialistische Bewegungen versucht, die gesellschaftlichen Verhältnisse grundlegend zu verändern. Klassenkampf hieß das Losungswort, um die treibende Kraft der Geschichte zu benennen und der Analyse des Kapitalismus eine politische Perspektive zu geben.

Sammelband

In Gespenst Subjekt geht es um die Bedingungen, unter denen emanzipatorisches kollektives Handeln überhaupt noch möglich erscheint. Dabei werden sowohl Phänomene eines allseits zu konstatierenden Konformismus und Essentialismus thematisiert, als auch nach Potenzialen und Spuren der Befreiung gefragt. Was unter den Bedingungen eines globalen Kapitalismus und nach den Erfahrungen von Kolonialismus, Faschismus und Antisemitismus überhaupt noch ein “Subjekt” sein kann, ist ebenso offen wie die Frage, was unter diesen Bedingungen “Politik” ist.

Aus dem Französischen von Elfriede Müller

Monographie

Mit einem Jahrhundert der Barbarei konfrontiert fordert die Erinnerung ihre Rechte auf die Vergangenheit. Anhand zahlreicher Beispiele aus der Geschichte des 20. Jahrhunderts - Faschismen, Shoah, Kolonialismus - erläutert der Text die Verbindungen zwischen den verschiedenen Segmenten der kollektiven Erinnerung, der Geschichtsschreibung und der Erinnerungspolitiken.

Zum Inhalt

Einleitung: Die plötzliche Aktualität der Erinnerung