06. Januar 2013, 18:00

Verschiebungen der Krise im globalen Rentierregime

Ort: neue Gesellschaft für bildende Kunst [nGbK]

Oranienstraße 25, 2. Stock

10999 Berlin

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Die weiteren Vorträge der Reihe
"Zu viel vom Schlechten"

Die finanzdominierte Konfiguration der kapitalistischen Produktionsweise erweitert sich in der Krise. Im Zuge der Durchsetzung eines globalen Rentierregimes durchdringt das Kapital verstärkt neue Felder zur profitablen Verwertung. Die Erschließung natürlicher und gesellschaftlicher Ressourcen geht mit der verstärkten Durchsetzung von Eigentumsmonopolen einher. Trotz der Vielfalt ihrer Erscheinungsformen sind die Eintreibung einer „ewigen Schuld“ durch Finanzanleger, die Zunahme von Patenten und die Jagd nach Territorien, Ausdruck des Bestrebens Rentenerträge zu erzielen. Dabei beruht die Durchsetzung dieser Eigentumsrechte auf Enteignungsvorgängen und spezifischen Herrschaftsverhältnissen. Es stellt sich die Frage, wie die Widerstände gegen die unterschiedlichen Formen der Enteignung – sei es durch den Produktionsprozess oder durch die Umwandlung ständig weiterer Bereiche des Lebens und der Natur zu Waren – mit Vorschlägen für eine umfassende gesellschaftliche Aneignung miteinander verbunden werden können.