20. Januar 2013, 18:00

Griechenland und die Eurokrise

Die weiteren Vorträge der Reihe
"Zu viel vom Schlechten"

Nach fünf schweren Krisenjahren befinden sich die griechische Wirtschaft und Gesellschaft am Rand des Zusammenbruchs: Die Erwerbslosenquote ist auf 30 Prozent gestiegen – bei den Jugendlichen sogar auf 60 Prozent, die Einkommen der Arbeiter_innenhaushalte haben sich halbiert, über ein Drittel der Gesellschaft lebt in absoluter Armut, Hunger und Obdachlosigkeit breiten sich aus. Ähnliche Entwicklungen sind auch in anderen Peripherieländern der Euro-Zone zu beobachten. In dem Vortrag soll zum einen aufgezeigt werden, wie die Sparprogramme der „Troika“ aus EZB, EU-Kommission und IWF die Krise verschärfen, welche Klasseninteressen dahinter stehen, und welche Strategie der Entrechtung, Entwertung und Ausbeutung in diesem Klassenkrieg von oben verfolgt wird. Zum anderen soll die Perspektive umgekehrt und nach alternativen Handlungsmöglichkeiten von unten gefragt werden. Kann eine radikale wirtschaftspolitische Kehrtwende mit der Utopie der sozialen Befreiung verknüpft werden? Lassen sich Schnittstellen aufweisen, die ein planvolles
emanzipatorisches Handeln ermöglichen?