03. Februar 2013, 20:00

Der ökologische Bruch

Das Klima und der planetarische Ausnahmezustand

Ort: neue Gesellschaft für bildende Kunst [nGbK]

Oranienstraße 25, 2. Stock

10999 Berlin

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Die weiteren Vorträge der Reihe
"Zu viel vom Schlechten"

Um zu verhindern, dass die globale Durchschnittstemperatur um 2 Grad steigt, ist es notwendig, dass Kohlenstoff in der Erde bleibt. Mit seinem auf fossilen Brennstoffen basierenden Umweltregime beruht der industrielle Kapitalismus auf einer Kohlenstoffblase. Die Energiekonzerne wehren sich gegen die Entwertung des Kohlenstoffs, weil dies eine ökonomische Krise generieren würde. Die ökonomische Stagnation führt dazu, dass der ökologische Umsatz des Kapitalismus vergrößert wird, um Wachstumsraten zu erzielen, was wiederum zu einer Zunahme von Kohlendioxid in der Atmosphäre führt. Die Irrationalitäten, die den Bewegungsgesetzen des heutigen Kapitalismus inhärent sind, schaffen ein zunehmend zerstörerisches Verhältnis zur Umwelt. Um der Kohlenstoffblase sowohl aus ökonomischer wie aus ökologischer Sicht etwas entgegen zu setzen, bedarf es eines Bruchs mit der Logik des Kapitals.

[Vortrag in englischer Sprache]