05. Mai 2013, 18:00

Reproduktionsarbeit und die Bedeutung der ursprünglichen Akkumulation im globalisierten Kapitalismus

Ort: neue Gesellschaft für bildende Kunst [nGbK]

Oranienstraße 25, 2. Stock

10999 Berlin

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Die weiteren Vorträge der Reihe
"Zu viel vom Schlechten"

Der Vortrag diskutiert die Auswirkungen der aktuellen Krise der Kapitalakkumulation auf die Reproduktion von Arbeit und Alltag. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf der Restrukturierung der Reproduktionsarbeit in all ihren Formen: Hausarbeit, Kinderbetreuung, Altenbetreuung, Fortpflanzung, Sexarbeit. Es geht um eine feministische Perspektive auf die Globalisierung der kapitalistischen Verhältnisse, die als neuer Prozess von „Einhegungen“, „ursprünglicher Akkumulation“ und „Rekolonisation“ begriffen wird. Im Unterschied zu Marx’ Konzept der „Ursprünglichen Akkumulation“ wird hier jedoch argumentiert, dass Enteignung und Einhegung keine einmaligen Ereignisse sind sondern kontinuierliche Prozesse, die von der neoliberalen Wende forciert werden. Die Expansion des globalen Arbeitsmarkts bleibt eine Voraussetzung kapitalistischer Produktion und Arbeitsdisziplin.