08.02.2015 bis 05.07.2015

Die unheimliche Akkumulation

Die Vorträge
Die Vorträge
Downloads

Diese Vortragsreihe wird unterstützt von

Netzwerk

[English version below]

Ist die globale Finanzkrise bereits bewältigt oder nur verschoben? Und lässt sich die Krise überhaupt überwinden oder ist sie zur Dauereinrichtung geworden? Werden wir von der Krise regiert, von Schulden beherrscht? Was hat es mit der Neuziehung der Grenzen zwischen Lohnarbeit und unbezahlter Reproduktionsarbeit auf sich, was mit der Krise der Reproduktion? Sind die Textilfabriken in Bangladesch und die Großbaustellen in Qatar Beispiele einer neuen, kapitalistischen Form von Sklaverei? Sind Landraub und Vertreibungen das hässliche Gesicht der ökologischen Erneuerung des Kapitalismus, weil mit der globalen Ökokrise Biodiesel und Agrarrohstoffe für die Metropolen wertvoll werden? Was ermöglicht Chinas rasanten Aufstieg zur ökonomischen Supermacht und zum wichtigsten Gläubigerstaat der Weltökonomie? Sind humanbiologische Patente nur die Fortschreibung der Monopolisierung neuen Wissens? Oder sind wir historische Zeug_innen gewaltiger Enteignungsprozesse? 

Die radikale Linke beschäftigt sich wieder mit der politischen Ökonomie unserer Zeit. Im Vordergrund ihres Interesses steht nicht länger die Geschichte der Theorie, sondern die Krise der Gegenwart. Dabei wird immer wieder dasselbe Theorem bemüht, um die unterschiedlichsten Phänomene zu analysieren: die ursprüngliche Akkumulation. Bei Marx bezeichnet dieser Begriff die – häufig gewaltsame – Enteignung der Poduzent_innen von ihren Produktionsmitteln als Entstehungsbedingung des Kapitalismus. Im Prozess der ursprünglichen Akkumulation entsteht einerseits Kapital in Gestalt von Produktionsmitteln, meist Land, konzentriert in wenigen Händen; andererseits „doppelt freie Lohnarbeiter_innen“, die frei von Produktionsbedingungen und frei von feudalen Bindungen gezwungen sind, ihre Arbeitskraft zu verkaufen. Dieser Marxsche Begriff wird heute verwendet, um aktuelle Entwicklungen des Kapitalismus zu verstehen: Der Kapitalismus greife auf bislang nicht oder nur partiell kapitalisierte Regionen, Ökonomien und Lebensbereiche zu, verleibe sich China, Subsistenzwirtschaften, Reproduktionsarbeit und menschliches Genom ein, um neue Anlagen für überschüssiges Kapital zu schaffen.  

Die Vermutung steht im Raum, dass die scheinbar so unterschiedlichen Entwicklungen heimlich einer gemeinsamen Dynamik folgen: Dem immanenten Zwang der Kapitalakkumulation, kontinuierlich nicht nur quantitativ sondern auch qualitativ über ihre eigenen Grenzen hinauszugehen. 

Kapital kann sich nur verwerten, wenn es ständig durch neu geschaffenen Mehrwert vergrößert wird. Das wachsende Kapital muss immer wieder aufs Neue in die Produktion von Waren und deren erfolgreichen Verkauf investiert werden, um neuen Mehrwert zu realisieren. Stockt dieser Kreislauf auf ganzer Front, gerät der Kapitalismus in eine fundamentale – oder große – Krise, die durch eine neue Formation des Akkumulationsprozesses überwunden werden muss. Eine solche neue Formation war der Fordismus, der um 1980 wiederum vom Neoliberalismus abgelöst wurde. Ist heute der Neoliberalismus, mit anderen Worten: das durch den Finanzmarkt dominierte Akkumulationsregime, in einer solchen fundamentalen oder großen Krise? Könnte die fortgesetzte ursprüngliche Akkumulation –  wie im Fordismus der Massenkonsum – einen Ausweg aus den neoliberalen Problemen der Kapitalakkumulation weisen? Welche neue Formation des Kapitalismus würde dadurch entstehen? Und wie verändert sich darin das Verhältnis zwischen Wirtschaft und Politik? Stellt die Demokratie noch die adäquate Regulationsweise für das aktuelle Akkumulationsregime dar? 

Das neoliberale Akkumulationsregime hat Geldkapital in bislang ungeahnter Größenordnung in Darlehen, Investmentfonds und Pensionskassen konzentriert. Dieses Kapital muss auf dem Finanzmarkt erfolgreich angelegt, d.h. hinreichend verzinst werden. Dadurch ist eine vom Finanzmarkt dominierte Formation des Kapitalismus entstanden. Letztlich sind diese Zinsen nichts anderes als neu geschaffener Mehrwert, der an die Geldbesitzer_innen fließt. Damit bleibt das Schlüsselproblem der kapitalistischen Ökonomie unverändert die Produktion von ausreichend  Mehrwert – nun auch ausreichend hoch, um das enorm angewachsene Finanzkapital zu verzinsen. 

Allerdings entscheidet nicht die einzelne Kapitalist_in, der einzelne Betrieb oder Konzern darüber, wie hoch „attraktive“ Zinsen zu sein haben. Dies entscheidet die Konkurrenz auf dem Finanzmarkt. Werden Zinsen zu gering oder zu unsicher, werden Kredite verweigert. Damit ist ein neoliberales Regime entstanden, das sich tendenziell vom tatsächlich produzierten Mehrwert unabhängig macht. Es wird mehr Profit verteilt als produziert. Dies funktioniert indem Wechsel auf die Zukunft ausgestellt werden, also zukünftiger Profit bereits heute verplant und verausgabt wird, etwa in den „sicheren“ Lebensversicherungen und Pensionskassen, die mit festen Verzinsungen rechnen. Dieses System kann nicht auf Dauer funktionieren. Wer den Profit von morgen schon heute verausgabt, wird ihn morgen nicht mehr besitzen. 

Aus dieser Klemme sucht das vom Finanzmarkt dominierte Regime einen Ausweg und es scheint ihn in der Fortsetzung der ursprünglichen Akkumulation zu finden. Denn ursprüngliche Akkumulation heißt Aneignung von Feldern der Produktion, die bislang außerhalb des Kapitalismus oder an dessen Rändern lagen. Im Modus der fortgesetzten ursprünglichen Akkumulation begeht der Kapitalismus Landraub und vollzieht Enteignungen, um damit neue Produktionsbedingungen zu schaffen, um mangelnden Profit ausgleichen und genügend Zinsen ausschütten zu können. 

Der herausragende Vorteil der ursprünglichen Akkumulation besteht nämlich darin: Sie schafft neue Felder respektive neue Arbeitskräfte respektive neue Märkte für Investitionen, so dass zu viel akkumuliertes (Finanz)Kapital außerhalb des kapitalistischen Verwertungskreislaufes verwendet werden kann. Die ursprüngliche Akkumulation ist also geeignet, dem Problem der Überakkumulation des entwickelten Kapitalismus zu begegnen. Ist sie somit das heimliche Muster so unterschiedlicher Prozesse wie des Einschlusses Chinas in den Weltmarkt, des Landgrabbings, der Konzentration des Finanzkapitals oder der Welle an Patentierungen neuen Wissens? Dies würde allerdings voraussetzen, dass es erhebliche Bereiche gibt, die bislang nicht vom Kapitalismus geprägt wurden. Ursprüngliche Akkumulation kann Probleme der Überakkumulation des entwickelten Kapitalismus nur dann lösen, wenn sie bislang nicht oder nicht vollständig kapitalisierte Lebensbereiche in den Kapitalkreislauf hinein zwingt.  Aber gibt es ein solches „Außen“ im globalen Kapitalismus überhaupt noch? Und braucht der Kapitalismus dieses Außen notwendig für sein Funktionieren?

Karl Marx betrachtete die sogenannte ursprüngliche Akkumulation als abgeschlossen. Ohne eine lineare Entwicklung zu behaupten analysierte er die kapitalistische Produktionsweise als ein System, das, einmal in Gang gesetzt, seine Voraussetzungen permanent selbst erzeugt und aus seinen Widersprüchen heraus stets Krisen produziert. Mittels der formellen und reellen Subsumption werden Tätigkeitsfelder, die außerhalb bzw. am Rand der kapitalistischen Produktionssphäre liegen, nicht nur integriert, sondern auch dem aktuellen Regulationsregime direkt unterworfen. Es finden folglich permanente Umwälzungen der dem Kapital subsumierten Arbeitsfelder statt. Diese Prozesse der Integration und Unterwerfung, die kein Ende finden wollen, ließen sich aktuell beispielsweise an der Kapitalisierung der Gesundheitsversorgung beobachten. Wenn hierzulande Krankenhäuser „privatisiert“ werden und Gesundheit radikal zu einer Ware erklärt wird, dann erfolgte hier keine fortgesetzte ursprüngliche Akkumulation, sondern eine reelle Subsumption der Gesundheitsversorgung unter die Renditeerwartungen des finanzbasierten Akkumulationsregimes. 

Rosa Luxemburg schrieb die Geschichte und Theorie der ursprünglichen Akkumulation fort, weil sie bei der Marxschen Analyse eine Schwachstelle erkannte, bzw. ihm vorwarf, den Prozess der ursprünglichen Akkumulation nicht zu Ende gedacht zu haben. Der Kapitalismus ist ihr zufolge kein geschlossenes System, das in sich und aus sich heraus funktioniert, sondern ein System, das um fortzubestehen, immer eines Außen bedarf. Dabei verweist sie nicht nur auf die Bedeutung der Rohstoff- und Absatzmärkte in den Kolonien, sondern auch auf den Zusammenhang zwischen Akkumulation und der Nutzbarmachung der Natur. Heute stellt sich die Frage, ob die ökologische Krise die Grundlage für eine neue kapitalistische Akkumulation darstellt: der Klimawandel raubt Menschen ihre Lebensgrundlagen und macht sie zu doppelt freien Lohnarbeiter_innen, bisher unerreichbare Bodenschätze, wie etwa in der Arktis, werden erschlossen, neue Märkte beispielsweise für sauberes Trinkwasser oder C02-Zertifikate entstehen. 

Vielleicht ist die Vorstellung eines absoluten Außen jedoch zu eng. Geht es heute nicht vielmehr um ein relatives Außen? Ein Außen in Bezug auf das aktuelle Akkumulationsregime, das im nächsten Akkumulationsregime wieder subsumiert werden kann?  Also eines innerhalb des Kapitalismus entstandenen, in seinen Rissen erkämpften Außen.  Nach David Harvey ist etwa die Stadt nicht nur ein Ort der Konsums, sondern auch einer des Begehrens, des Umherschweifens, der Verweigerung, der Gemeinschaft, der Erschaffung alternativer Lebens- und Produktionsgemeinschaften. Der Prozess der Gentrifizierung wäre demnach die private Aneignung und kapitalistische Verwertung eines Außen, nämlich eines Allgemeinguts, das die Stadtbewohner_innen für sich produziert haben. Als „Subkultur“ inwertgesetzt werden diese städtischen Quartiere, über Prenzlauer Berg, Kreuzberg oder Neukölln von Investor_innen angeeignet.

Ist der Begriff der ursprünglichen Akkumulation geeignet, die aktuelle kapitalistische Formation zu begreifen? Bezeichnet er etwas grundsätzlich anderes als die formelle und reelle Subsumtion, die sich in jedem kapitalistischen Akkumulationsregime vollzieht? Handelt es sich bei den verhandelten Beispielen tatsächlich um die Trennung der Produzent_innen von ihren Produktionsmitteln? Und welche Rolle spielt eigentlich der rechtliche Eigentumstitel für reale Enteignungsprozesse? Wie sind Entwicklungen im Bereich der Verwertung geistigen Eigentums einzuschätzen? Und welche Bedeutung hat das Theorem der fortgesetzten ursprünglichen Akkumulation für den Widerstand gegen die aktuelle Formation des Kapitalismus? Unsere Vortragsreihe zur Unheimlichen Akkumulation wird sich diesen Fragestellungen aus unterschiedlichen Perspektiven nähern, um die Grundlagen der aktuellen Kapitalakkumulation zu verstehen, zu analysieren und damit auch verändern zu können. 

[English version]

 

 

 

The Uncanny Accumulation

Has the global financial crisis been overcome or is it only postponed? Is it at all possible to overcome this crisis, or has it turned into a permanent condition? Are we being governed by the crisis, controlled by debts? What should we make of the redrawing of borders between paid labor and unpaid reproductive work, what of the crisis of reproduction? Are the garment factories in Bangladesh and the construction sites in Qatar examples for a new, capitalist form of slavery? Are land-grabbing and expulsions the ugly face of the ecological reformation of capitalism, as the global ecological crisis makes biodiesel and agrarian raw materials a highly valuable commodity in the centers? What is it that allows China to rise to a economic superpower and to become the most important creditor in the world economy? Are patents in human biology only an extension of the tendencies to monopolize knowledge? Or are we witnesses of enormous new processes of expropriation?

The radical left has engaged itself anew in contemporary political economy. The focus is no longer on the history of Marxist theory, but on the crisis of today. One theorem keeps appearing in these discussions: primitive accumulation. Marx used this concept to designate the – often violent – expropriation of the producers of their means of production at the inception of capitalism. In this process, capital, usually in the form of land and concentrated in the hands of a few, emerges on the one side, while on the other side „free“ labor is created, free in the double sense of being deprived of the means of productions and being liberated from feudal ties, which is forced to sell its labor power. This Marxian concept is used today to understand contemporary developments of capitalism. Capitalism snatches at regions, economies and spheres of life which as yet haven’t been or have not completely been subsumed under it. It incorporates China, subsistence economies, reproductive work and human genome to create new investment possibilities for excess capital.

It can be assumed that all those seemingly heterogeneous developments follow a hidden dynamic: the necessity inherent in the process of accumulation of capital to continously transcend its boundaries not only quantitatively, but also qualitatively.

Capital can only valorize itself if it is constantly increased by newly created surplus value. The growing capital has to be invested over and over again in the production of commodities and their selling in order to realize new surplus value. If this circle is severely interrupted, capitalism incurs a fundamental crisis which has to be overcome by the creation of a new accumulation regime. One such regime was Fordism, which in the 1980s has been replaced by neoliberalism. Has neoliberalism, or, as some have termed it, the finance-dominated accumulation regime, incured such a fundamental crisis? Could perpetual primitive accumulation be a way out of this crisis of neoliberalism, similar to the effects of mass consumption in the Fordist regime? What could be the new accumulation regime that might emerge from this? How would it effect the relationship between politics and economy? Would democracy still be the adequate political form for this regime?

The neoliberal accumulation regime has concentrated unforeseen quantities of monetary capital in credits, investment funds and pension funds. This capital has to be invested successfully on the financial market, which means it has to generate sufficient interest. This has led to the development of a finance-dominated formation of capitalism. The interest represents nothing else than new surplus value which is acquired by the owners of the money that is being lent. The key problem of capitalist economy remains the same: the production of sufficient surplus value, now sufficient also to pay the interest on the greatly increased financial capital.

However, it is not the individual capitalist or the individual corporation which decides just at which point interests are “attractive” – interest rates are negotiated by the competition of financial markets. If interests are too low or too unsecure, credits are refused. Therefore, the neoliberal accumulation regime tends to be independent from the actually produced surplus value. More profit is being appropriated than is actually produced. This only works because bonds are being issued on the future, that is future profit is being spend today already, for example through life insurances and pension funds which calculate with fixed interests. This system cannot work infinitely. If tomorrow’s profit is spent today, it cannot be owned tomorrow.

The finance-dominated accumulation regime seeks an escape from this predicament, and it seems it has been found in the perpetuation of primitive accumulation. Primitive accumulation means appropriation of spheres of production which have until now been outside or at the margins of capitalism. In the mode of perpetual primitive accumulation, capitalism grabs land and expropriates people to create new conditions for production, compensate for the lack of profit and produce sufficient interest.

The main benefit of primitive accumulation is that it creates new fields, new labor and new markets in order to employ excessively produced (financial) capital outside of the present circle of valorization of capital. Primitive accumulation is thus capable of addressing the problem of overaccumulation. Is it therefore the secret pattern of processes as heterogeneous as the inclusion of China into the capitalist world economy, land-grabbing, the concentration of financial capital or the wave of patents for new knowledge? If so, it would presuppose the existence of large domains of the world which have not yet been affected by capitalism. Primitive accumulation can only solve the problem of overaccumulation if spheres of life which have not or not totally been subsumed by capitalism are being forced into the circle of capital. But is there still an “outside” of global capitalism? Does capitalism need this “outside” to be able to function?

Marx considered primitive accumulation to be completed. Although he did not assume a linear development, he regarded capitalism as a system which, once set into motion, out of itself permanently reproduces its conditions, as well as its crises. Through the processes of formal and real subsumption, capitalism is able to integrate new areas and permanently expand its scope. These processes of integration and subsumption can be observed, for example, in the capitalist reorganization of the health systems. If hospitals are privatized and health is made a commodity, this does not necessarily qualify as perpetual primitive accumulation but rather as “normal” subsumption of the health system under the finance-dominated accumulation regime.

Rosa Luxemburg further developed the theory of primitive accumulation because she felt that Marx failed to think it all the way through. According to Luxemburg, capitalism is not a closed system which works on the premises created all by itself, but a system which requires an outside to persist. She not only points to the significance of the markets for raw materials and labor in the periphery, but also to the relationship between accumulation and the utilization of nature. Today we have to ask if the ecological crisis creates conditions for new forms of capitalist accumulation: climate change deprives people of their livelihood and produces “free” labor. Mineral resources hitherto unaccessible can be exploited, such as in the arctic. New markets, for example for clean drinking water or emission certificates, emerge.

Is it possible that the concept of an absolute outside is too narrow? Is it better to speak of a relative outside? An outside of the current accumulation regime, which can be subsumed by the next regime. An outside which developed within capitalism, which is being scrambled for and defended in the ruptures of capitalism. According to David Harvey, for example, the city is not only a space of consumption, but also a space of desires, of refusal, of solidarity, a space where different forms of life and production are being created. In this sense, gentrification is the process of private appropriation and capitalist valorization of an outside, of a common good, which the citizens have produced for themselves.

Is the concept of primitive accumulation appropriate to understand the current formation of capitalism? Does it mean something categorically different from formal and real subsumption which take place in every capitalist accumulation regime? Do the above examples really refer to the separation of the producers from the means of production? Which role do legal property rights play within the actual processes of disposession? How should we conceive of what happens in the field of intellectual property? And how relevant is the theorem of perpetual primitive accumulation to the resistance against today’s capitalism? Our program of lectures and discussions about The Uncanny Accumulation will approach these questions from various perspectives to help understand, analyze and also change the foundations of capitalist accumulation today.