01. März 2015, 18:00

Die fortgesetzte ursprüngliche Akkumulation und der ökologische Bruch

Ort: neue Gesellschaft für bildende Kunst [nGbK]

Oranienstraße 25, 2. Stock

10999 Berlin

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Die weiteren Vorträge der Reihe
"Die unheimliche Akkumulation"

Die Auseinandersetzung zwischen Mensch und Natur und der damit stattfindende Stoffwechselprozess entwickelten sich unter dem kapitalistischen Akkumulationsregime zum Desaster. Anhand von Beispielen, wie der Rohölproduktion im Nigerdelta kann deutlich gemacht werden, wie eine fortgesetzte ursprüngliche Akkumulation durch die Verseuchung des Gebietes in Gang gesetzt wird und Menschen von ihren Produktionsmitteln enteignet und in neue soziale Verhältnisse zwingt.

Gravierende ökologische Veränderungen bieten neue Profitmöglichkeiten, häufig dann, wenn weiterer natürlicher Reichtum in Wert gesetzt wird. Doch die Dynamik des kapitalistischen Verwertungsprozesses hat irreversible sozial-ökologische Prozesse wie z. B. die Erderwärmung und Vermüllung produziert, sodass von einem Bruch im Stoffwechselprozess von Mensch und Natur gesprochen werden muss.