Colonial Statecraft, Xenophobia and Solidarity in Africa

This presentation looks at the contradictory socio-political relationship between working class and poor African migrants on one hand and locals of cognate class location on the other. While xenophobic sentiments and visceral violence have come to dominate the perception of the interaction between African migrants and locals in South Africa, the everyday encounter between locals and migrants in working class communities, on shop floors and in hawking spaces on streets and pavements is equally characterized by solidarity and cooperation as it is marked by tension. The presentation shows how the fusion of struggles for housing, healthcare and employment with an anti-xenophobia political programme mobilizes migrants and locals to counter a strident anti-immigrant outlook from the state. Could these movements of mobile, dispossessed Africans challenge marginalization by reconfiguring the very meaning of popular politics and mobilization?

Vortrag in englischer Sprache.

 

Der Vortrag untersucht das widersprüchliche soziale und politische Verhältnis zwischen migrantischen afrikanischen Arbeiter*innen einerseits und Einheimischen in ähnlichen Klassenlagen andererseits. Während das Bild der Interaktion zwischen afrikanischen Migrant*innen und Einheimischen in Südafrika durch xenophobe Vorstellungen und Ausbrüche von Gewalt dominiert wird, ist das tägliche Aufeinandertreffen in der Arbeiter*innenvierteln, in den Werkstätten und auf den Straßenmärkten ebenso sehr von Solidarität und Zusammenarbeit geprägt wie von Spannungen. Der Vortrag zeigt, wie die Verbindung der Kämpfe um Wohnungen, Gesundheitsversorgung und Arbeit mit einem anti-xenophoben politischen Programm Migrant*innen und Einheimische mobilisiert, um der scharf migrationsfeindlichen Orientierung der Regierung entgegenzutreten. Können diese Bewegungen die Marginalisierung bekämpfen, indem sie den Inhalt einer Politik von unten grundlegend neu bestimmen?